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Estnischer CIT bereits zu Beginn des Jahres 2021

2020-12-14

Am 30. November 2020 wurde im polnischen Gesetzblatt eine Änderung des Gesetzes über die Körperschaftssteuer (CIT) veröffentlicht, was bedeutet, dass mit Beginn des neuen Jahres die Bestimmungen zur Regelung der Pauschale auf das Einkommen von Kapitalgesellschaften, die sog. Estnische CIT, in Kraft treten werden.

Was wird die neue Einrichtung im polnischen Steuerrecht bedeuten? Die estnische CIT bedeutet vor allem Steuerfreiheit, solange der Gewinn im Unternehmen verbleibt, und Minimierung der Abwicklungsformalitäten. Der Steueraufschub ergibt sich aus der Tatsache, dass das Einkommen nicht im Moment seiner Erzielung, sondern erst beim Verbrauch besteuert wird.

Um in den Genuss dieser Erleichterungen zu kommen, muss der Steuerpflichtige eine Reihe von kumulativen Bedingungen erfüllen, die hier aufgeführt werden sollen:

  • Gesamteinnahmen von nicht mehr als 100 Mio. PLN. Eine zusätzliche Anforderung sieht eine Begünstigung von Erträgen aus betrieblicher Tätigkeit gegenüber passiven Erträgen vor. Im Vergleich zum Entwurf, der die maximale Höhe der Einnahmen in Höhe von 50 Mio. PLN vorsah, ist der endgültige Wortlaut des Gesetzes in dieser Hinsicht vorteilhafter, und nach Angaben des Finanzministeriums wird das Einkommenskriterium dank dessen von 98 % der Subjekte erfüllt,
  • Beschäftigung von mindestens 3 Personen auf der Grundlage eines Arbeitsvertrags, berechnet auf Vollzeitbasis, die nicht Aktionäre dieses Steuerpflichtigen sind, an mindestens 300 Tagen in einem Steuerjahr,
  • Ausübung der Geschäftstätigkeit in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder einer Aktiengesellschaft, deren Gesellschafter ausschließlich natürliche Personen sind,
  • keine Anteile oder Aktien am Kapital eines anderen Unternehmens,
  • direkte Ausgaben für Investitionszwecke zu tätigen. Der Ausgabenbetrag muss 15% in einem Zeitraum von 2 aufeinanderfolgenden Steuerjahren oder 33% in einem Zeitraum von 4 aufeinanderfolgenden Steuerjahren betragen. Bei der ersten Option dürfen die Ausgaben jedoch nicht weniger als 20.000 PLN und bei der zweiten Option 50.000 PLN betragen.

Der Gesetzgeber für die polnische Version der estnischen CIT sah einen pauschalen Satz von 15% für kleine Steuerzahler und 25% für andere Steuerzahler vor. Die Höhe der Sätze, die ungünstig erscheinen mag, ist jedoch durch eine andere Steuerbasis und den Zeitpunkt der Entstehung der Steuerpflicht im Vergleich zu den Grundprinzipien des CIT-Gesetzes gerechtfertigt. Darüber hinaus sah der Gesetzgeber eine Reduzierung des Steuersatzes auf 10 % für den kleinen Steuerpflichtigen und auf 20 % für andere Steuerpflichtige vor, wenn die Investitionsausgaben 50 % in einem Zweijahreszeitraum oder 110 % in einem Vierjahreszeitraum erreichen.

Erwähnenswert ist auch, dass die neuen Steuervorschriften für den Steuerpflichtigen den Ausschluss von Steuerpräferenzen bedeuten, die in der klassischen CIT wirken, wie z.B. zusätzliche Abzüge von der Steuerbemessungsgrundlage von z.B. geleisteten Spenden oder förderfähigen Kosten, die im Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entstehen.

Eine Pauschale auf das Einkommen von Kapitalgesellschaften ist natürlich eine freiwillige Lösung. Entscheidet sich der Steuerpflichtige für die Nutzung, muss er bis zum Ende des ersten Monats des ersten Steuerjahres, in dem er mit dem Pauschalbetrag besteuert werden soll, eine Mitteilung an den zuständigen Leiter des Finanzamtes einreichen.

Die estnische CIT, die sowohl Kritiker als auch Befürworter hat, ist sicherlich eine Art von Investitionserleichterung, die trotz ihrer separaten Form in anderen europäischen Ländern eine bedeutende Unterstützung für viele polnische Unternehmer sein kann.

Bei Interesse können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen, um Details zu den Änderungen in der Steuergesetzgebung zu besprechen, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

 

Jakub Janicki, Steuerkonsultant, ATA Tax Sp. z o.o.

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